Die polnische Pianistin und Organistin Joanna Krauze ist sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin in Polen, Großbritannien, Deutschland, der Schweiz und Kanada aufgetreten. In der Saison 2023/24 konzertierte sie in beiden Sälen der Tonhalle Zürich – der Grossen und der Kleinen Tonhalle – sowohl am Klavier als auch an der Orgel.
Sie wurde bei zahlreichen internationalen Klavierwettbewerben ausgezeichnet, darunter mit zwei Sonderpreisen sowie dem Finalistentitel beim 10. Internationalen Bach-Klavierwettbewerb in Würzburg, einem der bedeutendsten Wettbewerbe, die der Musik von Johann Sebastian Bach gewidmet sind. 2017 gewann sie den zweiten Preis beim Sterndale Bennett Prize Klavierwettbewerb an der Royal Academy of Music in London. Bereits 2016 wurde ihr vom renommierten Philharmonia Orchestra der Mark James Piano Prize zur Förderung ihrer musikalischen Entwicklung verliehen. Als Gewinnerin des Harriet Cohen Bach Prize 2016 der Worshipful Company of Musicians, einer der ältesten Musikinstitutionen Englands, wurde Joanna Krauze eingeladen, dem „Yeomen Programme“ beizutreten, das ausgewählte junge Künstlerinnen und Künstler in England fördert. Darüber hinaus gewann sie den ersten Preis beim 1. Internationalen Chopin-Wettbewerb für junge Pianisten in Rzeszów. Weitere Auszeichnungen umfassen einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Frédéric Chopin beim 15. Internationalen Chopin-Festival in Sochaczew sowie Sonderpreise beim 16. Klavierwettbewerb in Żagań und beim 2. Klavierwettbewerb in Piotrków Trybunalski.
Für ihre künstlerische Ausbildung erhielt Joanna Krauze zahlreiche Stipendien. Ihr Musikstudium in der Schweiz wurde unter anderem von der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Rahmen des „Swiss Government Excellence Scholarship“ unterstützt. Zudem war sie Stipendiatin des Nationales Fryderyk-Chopin-Institut und dessen Förderprogramms „Young Talents“. 2016 wurde sie von der Royal Academy of Music ausgewählt, ein Vollstipendium für die „International Mendelssohn Academy“ in Leipzig zu erhalten. Bereits 2013 erhielt sie ein Vollstipendium des polnischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe sowie der Mount Royal University, um am „Morningside Music Bridge“-Programm in Kanada teilzunehmen. Dort wurde ihr der Stuart Holland Memorial Award verliehen.
Im Juni 2024 schloss Joanna Krauze ihr Masterstudium in Orgel Performance an der ZHdK – Zürcher Hochschule der Künste ab, wo sie bei Andreas Jost ihre Leidenschaft für die Orgel vertiefte. Bereits 2022 erwarb sie an derselben Hochschule einen Master of Arts in Specialized Solo Performance als Klavierstudentin von Konstantin Scherbakov. 2020 schloss sie zudem ihr Studium der Klavierpädagogik an der Musik-Akademie Basel mit dem Master ab. Ihren Bachelorabschluss in Piano Performance mit Auszeichnung erlangte sie 2018 an der Royal Academy of Music in der Klasse von Tessa Nicholson. Während ihres Studiums wurde sie dreimal mit den Greta Parkinson, Doris Ethel Blake und Francis Simms Discretionary Prizes ausgezeichnet. Im akademischen Jahr 2016/17 studierte sie zudem als Erasmus-Stipendiatin an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Gerald Fauth. Zuvor erhielt sie ein Diplom mit Auszeichnung an der Zenon-Brzewski-Musikschule in der Klavierklasse von Elżbieta Karaś-Krasztel.
Ihre musikalische Entwicklung ergänzte Joanna Krauze durch die Teilnahme an Meisterkursen bei renommierten Künstlerpersönlichkeiten wie Pascal Devoyon, Christopher Elton, Pavel Gililov, Krzysztof Jabłoński, Andrzej Jasiński, Kevin Kenner, Robert Levin, Joanna MacGregor, Katarzyna Popowa-Zydroń, Yevgeny Sudbin, Dang Thai Son und Arie Vardi sowie an Orgelmeisterkursen bei Michael Bouvard und Pier Damiano Peretti.
Derzeit ist Joanna Krauze Hauptorganistin der reformierten Kirche in Kloten sowie Klavierlehrerin an der Musikschule Region Flughafen.

